Bundeskanzler Scholz bekennt sich zum Klima-Finanzversprechen: Kritik an Haushaltsentwicklung und politische Reaktionen
Die Welthungerhilfe hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) dazu aufgefordert, sein Versprechen für die Klimafinanzierung einzuhalten. In seiner Rede beim Petersberger Klimadialog hat er sich klar dazu bekannt, trotz geplanter Kürzungen im Budget für Entwicklungs- und Klimafinanzierung.
Die Organisation äußert sich besorgt über die aktuellen Haushaltsentwicklungen und sieht die geplanten Kürzungen im Budget als problematisch an. Mathias Mogge, Vorstandsvorsitzender der Welthungerhilfe, fordert Scholz auf, bis 2025 die sechs Milliarden Euro für die Klimafinanzierung bereitzustellen.
Außenministerin Annalena Baerbock betont, dass Deutschland seine Finanzversprechen einhalten wird, trotz geplanter Kürzungen im Entwicklungsbudget. Bundesfinanzminister Christian Lindner kündigt an, dass die Bundesregierung weiterhin eine Klimafinanzierung von 6,4 Milliarden Euro im kommenden Jahr plant.
Die Welthungerhilfe fordert die Teilnehmer des Klimadialogs auf, die Schlüsse der letzten Weltklimakonferenz umzusetzen und neue ambitionierte Klimaziele aufzustellen. Klimaexperte Michael Kühn betont, dass die Staaten ihre Anstrengungen zur Anpassung an den Klimawandel verstärken müssen und den Fokus auf die am stärksten von Hunger und Klimawandel betroffenen Menschen legen sollten.
Angesichts der schlimmsten Trockenperiode in Südafrika seit über 100 Jahren und der Bedrohung von 24 Millionen Menschen durch Hunger und Wasserknappheit warnt Kühn davor, dass die Klimakrise den weltweiten Hunger verschärft.
Es bleibt abzuwarten, ob die Bundesregierung ihre Finanzversprechen einhalten kann und wie die internationalen Bemühungen zur Bekämpfung von Hunger und Klimawandel voranschreiten werden. Es ist wichtig, dass die Politik und die Staaten gemeinsam handeln, um die Auswirkungen der Klimakrise zu bekämpfen und die am stärksten Betroffenen zu unterstützen.
