Brandenburger Grünen wählen unbekannte Staatssekretärin Antje Töpfer zur Spitzenkandidatin
In der Stadthalle Cottbus fand am Samstag die Aufstellung der Landesliste der Brandenburger Grünen für die Landtagswahl im September statt. Die bekannte Außenministerin Annalena Baerbock war nicht anwesend, stattdessen wurde die bisher unbekannte Staatssekretärin Antje Töpfer zur Spitzenkandidatin gewählt.
Die Stimmung in Cottbus sei oft aufgeheizt, berichtete die Kreisvorsitzende Doris Tuchan. Die Stadt habe ein Rechtsextremismusproblem und es sei schwierig, grüne Positionen zu vertreten. Trotzdem stimmten die Delegierten mit 91,1 Prozent für Antje Töpfer, die erst seit Dezember 2022 als Staatssekretärin aktiv ist.
Töpfer hielt eine durchschnittliche Rede, die nicht besonders mitreißend war. Dennoch wurde sie von den Delegierten unterstützt, um ihr Rückenwind zu geben. Die Grünen räumten ein, dass ihre Spitzenkandidaten nicht charismatisch seien, betonten jedoch die inhaltliche Richtigkeit der Rede.
Die Landesvorsitzende Hanna Große Holtrup erklärte, dass die Grünen weiterhin regieren wollen, trotz schlechter Umfragewerte. Die Meinungsforschungsinstitute prognostizieren der Partei nur noch sieben bis acht Prozent. Dennoch wächst die Mitgliederzahl des Landesverbands stetig an.
Antje Töpfer wurde als Notlösung präsentiert, aber sie betonte ihren starken Bezug zu Brandenburg und versprach gute Politik zu machen. Insgesamt stehen Veränderungen an, da erfahrene Politiker wie Sozialministerin Ursula Nonnemacher und Umweltminister Axel Vogel nicht mehr antreten.
Die Landtagswahl im September wird also eine Herausforderung für die Brandenburger Grünen. Trotzdem wollen sie weiterhin erfolgreich Politik machen und die Interessen der Bevölkerung vertreten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Partei bis zur Wahl entwickeln wird.
