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Vom Fluss zum Meer: Die Geschichte, der Kontext und der Antisemitismus

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„Antisemitische Parolen und ihre politische Bedeutung: Die Kontroverse um ‚Vom Fluss zum Meer‘ „

„Vom Fluss zum Meer“ – eine antisemitische Parole, die in den letzten Jahren in Deutschland immer wieder auftaucht und die für Kontroversen sorgt. Doch was steckt eigentlich hinter dieser Parole und welche Auswirkungen hat sie?

Die Parole „Vom Fluss zum Meer – Palästina wird frei sein“ suggeriert eine Freiheit Palästinas, die jedoch mit der Vernichtung Israels einhergeht. In Deutschland prüft die Staatsanwaltschaft, ob diese Parole als Volksverhetzung gewertet werden kann. Bereits 2021 äußerte sich die ehemalige israelische Generalkonsulin in München, Sandra Simovich, in der Frankfurter Rundschau dazu. Sie erklärte, dass die Forderung nach einem freien Palästina von „Fluss bis zum Meer“ letztlich die Vernichtung Israels bedeute und somit antisemitisch sei.

Ursprünglich stammt die Parole aus den 1960er Jahren, als sie von der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) unter Jassir Arafat geprägt wurde. Die Historikerin Maha Nassar betont, dass die Parole vor allem den palästinensischen Nationalismus repräsentiert. Doch im heutigen Kontext ist die Parole stark umstritten, insbesondere aufgrund ihrer antisemitischen Konnotation.

Der israelische Politikwissenschaftler Peter Beinart bezeichnet die Parole als eine Vision ohne jüdischen Staat in der Region. Die Hamas hat die Parole ebenfalls für sich vereinnahmt und gezeigt, was mit Juden zwischen Jordanien und dem Mittelmeer passiert, wenn Israel nicht in der Lage ist, sie zu schützen. Der aktuelle Konflikt in Israel und die damit einhergehende Eskalation des Antisemitismus weltweit stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit solchen Parolen und Forderungen.

Es ist wichtig zu betonen, dass Israel ein demokratischer Rechtsstaat ist, der für alle Bürgerrechte garantiert. Die Parole „Vom Fluss zum Meer“ geht daher mit falschen Behauptungen einher, wie beispielsweise der Unterstellung von Völkermord in Gaza. Experten weisen darauf hin, dass diese Behauptungen völkerrechtlich schlicht falsch sind und Israel sein völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung gegen die Hamas wahrnimmt.

Antisemitismus und Hassparolen jeglicher Art sind nicht zu tolerieren. Die Aufklärung und Abgrenzung von antisemitischen Parolen und Forderungen sind von entscheidender Bedeutung, um ein friedliches Miteinander zu gewährleisten.

Quelle: https://www.fr.de/politik/vom-fluss-zum-meer-antisemitische-parole-israel-palaestina-hamas-antideutsche-90430351.html

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