Telekom-Wettbewerber fordern Transparenz beim Glasfaserausbau
Die Forderung der Telekom-Wettbewerber nach mehr Transparenz und Aufklärung beim Ausbau des Breitbandnetzes mit Glasfaserleitungen zeigt deutlich, dass es Unstimmigkeiten und Wettbewerbsprobleme in der Branche gibt. Die Verbände Breko, Anga und VATM haben in drei Briefen an die Bundesregierung ihre Bedenken geäußert und die Geschäftspolitik der Deutschen Telekom kritisiert. Sie werfen dem Unternehmen vor, mit einem gezielten Doppelausbau von Glasfaserstrecken den Wettbewerb zu untergraben und zu verunsichern.
Die Telekom-Wettbewerber argumentieren, dass ein Doppelausbau nicht nur zu einer Bindung von Ressourcen in Tiefbau und Planung sowie zu Kostensteigerungen führt, sondern auch den Ausbau in der Fläche behindert. Die Ankündigung oder Umsetzung eines Doppelausbaus könne die knappen Ressourcen zusätzlich belasten und den Ausbau verzögern. Daher fordern sie die Bundesregierung auf, sich mit dem Thema intensiv auseinanderzusetzen und für mehr Transparenz und Klarheit zu sorgen.
Besonders kritisch sehen die Verbände das Verhalten der Deutschen Telekom, die trotz der Bedenken und Kritik an ihrem Doppelausbau festhält. Sie fordern eine klare Absage an einen strategisch destruktiven Überbau und erwarten, dass das Unternehmen im Bundesbesitz seinen Einfluss nutzt, um den Wettbewerb fair zu gestalten. Die Tatsache, dass das Gutachten der Bundesnetzagentur zu doppelten Glasfaserausbauvorhaben noch nicht veröffentlicht wurde, verstärkt die Forderung nach mehr Transparenz und Aufklärung.
Die Telekom weist die Vorwürfe der Verbände zurück und betont, dass sie den Großteil der neuen Glasfaseranschlüsse in Deutschland verlegt. Auch sie sind selbst von Überbau-Fällen betroffen und haben diese der Bundesnetzagentur gemeldet. Dennoch bleibt die Kritik der Wettbewerber bestehen und zeigt, dass es weiteren Klärungsbedarf und Maßnahmen seitens der Bundesregierung gibt, um einen fairen und effizienten Breitbandausbau sicherzustellen.
