„NRW-Minister fordert Elementarschadenpflichtversicherung – Tausenden Bürgern drohen Kosten“
Die Kosten für Versicherungen in Nordrhein-Westfalen könnten bald deutlich steigen. Dies fordert zumindest der NRW-Minister Hendrik Wüst (CDU) und bezieht sich dabei auf ein Versprechen von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Betroffene müssen möglicherweise eine dreistellige Summe für ihre Versicherung aufbringen.
Kellerüberflutungen, umgestürzte Bäume und andere Schäden durch Extremwetter sind in Nordrhein-Westfalen immer häufiger anzutreffen. Das Hochwasser von 2021 ist ein deutliches Beispiel für die Zerstörungskraft des Klimawandels. Kürzlich kündigte der Deutsche Wetterdienst Starkregen und mögliche Erdrutsche in Teilen Nordrhein-Westfalens an. In Anbetracht dieser Schäden stellt sich die Frage, wer die Kosten übernimmt.
Minister Hendrik Wüst sieht die Lösung in der Einführung einer Elementarschadenpflichtversicherung, die bereits zwischen den Regierungschefs der Länder und dem Bundeskanzler vereinbart wurde. Ursprünglich hatte Bundeskanzler Olaf Scholz versprochen, die Pflichtversicherung umsetzen zu wollen, doch die Umsetzung scheint am Koalitionspartner FDP zu scheitern, die sich gegen die Einführung ausspricht.
Während Personen mit Elementarschäden derzeit finanzielle Unterstützung über Fonds erhalten, soll die zukünftige Lösung darin bestehen, dass die Bürger in die Zukunft investieren und abgesichert sind. Die auf den Bürger zukommenden Kosten für die Elementarversicherung könnten je nach Ausstattung und Größe der Immobilie individuell stark variieren, jedoch sollen sie mindestens 100 Euro jährlich betragen und bis zu 1.000 Euro steigen können.
Baden-Württemberg gilt in Deutschland als Vorreiter in Bezug auf Elementarschadenversicherungen. Rund 90 Prozent der Haushalte sind gegen Hochwasser und Starkregen abgesichert, während es in Niedersachsen lediglich 30 Prozent sind. Die Provinzial erklärte, dass zwei Drittel aller Neukunden über eine Elementarschadenversicherung verfügen. Die steigenden Wetterextreme aufgrund der Klimakrise erfordern eine bessere Hochwasserschutz-Infrastruktur, so NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne).
Es bleibt abzuwarten, wie die Diskussion um die Einführung einer Elementarschadenpflichtversicherung in Nordrhein-Westfalen verlaufen wird und wie sich die Kosten letztendlich für die Bürger gestalten.
