„Extremismusexperte David Begrich fordert Unterstützung für Opfer rechter Gewalt“
Der Extremismusexperte David Begrich warnt seit langem vor der Ausbreitung des Rechtsextremismus, insbesondere in bestimmten Regionen der Bundesrepublik, vor allem in Ostdeutschland. Er betont die Zunahme von Angriffen nicht nur auf Politiker, sondern auch auf Engagierte, die sich für die Demokratie einsetzen. Die jüngsten Angriffe auf Politiker wie Matthias Ecke in Dresden zeugen von einer besorgniserregenden Entwicklung.
Begrich macht deutlich, dass die Verantwortung für die Gewalttaten nicht nur bei der AfD liegt, sondern auch beim Vorfeldmilieu der Partei, das Gewaltbereitschaft und radikale Ideologien verbreitet. Die Resonanz auf die Verachtung durch rechte Gruppierungen in Ostdeutschland sei besonders hoch, was zu einer verstärkten Enthemmung und letztendlich zu Gewalttaten führt.
Er betont die Notwendigkeit von Solidarität und konkreter Unterstützung für Betroffene rechter Gewalt. Vor allem Vereinsvorsitzende, Bischöfe und andere Institutionen sollten sich aktiv für bedrohte Engagierte einsetzen und diesen Unterstützung anbieten. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass die Betroffenen mit ihren Problemen alleine gelassen werden.
Begrich plädiert gegen Strafverschärfungen und einen verstärkten Polizeischutz als alleinige Maßnahmen. Vielmehr sollten demokratische Akteure zusammenarbeiten, um zivilgesellschaftlich gegen Rechtsextremismus vorzugehen. Er fordert mehr Prävention und langfristige Projekte zur Stärkung der Demokratie, insbesondere in Ostdeutschland.
Angesichts der anstehenden Europa- und Kommunalwahlen sowie der Landtagswahlen in Thüringen, Sachsen und Brandenburg warnt Begrich vor weiteren Gewalttaten im Zuge der Wahlkämpfe. Es sei wichtig, die Sensibilisierung für das Thema Rechtsextremismus zu stärken und den ehrenamtlich Engagierten eine intensive Unterstützung anzubieten, um sie vor Angriffen zu schützen.
Insgesamt unterstreicht David Begrich die Bedeutung von Solidarität, Unterstützung und Prävention im Kampf gegen Rechtsextremismus und antidemokratische Gewalt. Nur durch gemeinsame Anstrengungen der Zivilgesellschaft und demokratischer Akteure könne diesen Entwicklungen wirksam entgegengewirkt werden.
