EU plant Strafmaßnahmen gegen chinesische E-Auto-Überflutung: Scholz fordert faire Wettbewerbsbedingungen
In einem aktuellen Blogbeitrag vom 15. April 2024 geht es um die Maßnahmen, die die EU gegen die E-Auto-Schwemme aus China ergreifen wird. Olaf Scholz, der deutsche Kanzler, hat Peking zum Handeln aufgerufen und auch die deutsche Industrie in die Pflicht genommen.
Scholz machte in Shanghai deutlich, dass faire Wettbewerbsbedingungen und der Schutz der Rechte für Unternehmen wichtig sind. Er wird bei seinem Besuch in Peking auch mit Staatschef Xi Jinping und Ministerpräsident Li Qiang darüber sprechen. Ein zentrales Thema ist die Überproduktion von E-Autos und anderen Waren in China, die den europäischen Markt überschwemmen.
Eine Studie des Kieler Instituts für Weltwirtschaft zeigt, dass mehr als 99 Prozent der börsennotierten chinesischen Unternehmen direkte staatliche Subventionen erhalten. Diese Unternehmen haben einen bevorzugten Zugang zu Rohstoffen und öffentlichen Aufträgen. Insbesondere der E-Auto-Hersteller BYD hat stark von staatlichen Subventionen profitiert und konnte bereits Tesla in den Verkaufszahlen überholen.
China hat frühzeitig auf Elektromobilität gesetzt und eine starke Industrie aufgebaut. Deutsche Unternehmen werden aufgefordert, wettbewerbsfähig zu sein, um in diesem Markt zu bestehen. Die EU plant, mit Strafzöllen gegen die chinesische Überproduktion vorzugehen.
Die chinesische Reaktion auf Kritik an der Überproduktion ist, dass Handelsungleichgewichte normal sind und die Märkte das regulieren werden. Trotzdem wird die EU Maßnahmen ergreifen, um den europäischen Markt zu schützen. Es bleibt abzuwarten, wie China und die EU in Zukunft mit diesem Thema umgehen werden.
