Kampf für das Klima: Aktivisten im Hungerstreik in Berlin
Der Hungerstreik ist eine der radikalsten Formen des Protests, die eine Person einsetzen kann, um auf ein bestimmtes Anliegen aufmerksam zu machen. In Potsdam haben zwei Aktivisten, Richard Cluse und Wolfgang Metzeler-Kick, beschlossen, aus Protest gegen die mangelnde Reaktion auf die Klimakatastrophe in den Hungerstreik zu treten. Seit vielen Tagen haben sie nichts gegessen und campieren gemeinsam mit anderen Aktivisten in Berlin.
Richard Cluse, ein 57-jähriger Ingenieur, erklärt, dass der Hungerstreik für ihn eine Möglichkeit ist, auf die Dringlichkeit des Klimawandels hinzuweisen. Andere Aktionsformen hätten bisher nicht den gewünschten Erfolg gezeigt, daher habe er sich dazu entschlossen, diese drastische Maßnahme zu ergreifen. Cluse war zuvor bei verschiedenen Umweltaktivisten-Gruppen aktiv und saß sogar sechs Tage im Gefängnis wegen seiner Teilnahme an Sitzblockaden.
Die Forderungen der Aktivisten sind klar: Sie wollen, dass Bundeskanzler Olaf Scholz in einer Regierungserklärung die akute Bedrohung der menschlichen Zivilisation durch die Klimakatastrophe anerkennt und Maßnahmen ergreift, um den Kohlendioxid-Gehalt der Luft zu senken. Unter dem Slogan „Hungern bis ihr ehrlich seid“ machen sie auf ihre Forderungen aufmerksam.
Die Unterstützung der Wissenschaftler:innen und die Teilnahme von Ärzten, die den Gesundheitszustand der Aktivisten überwachen, zeigen, dass diese Aktion ernst genommen wird. Auch in der Vergangenheit haben Hungerstreiks bereits politische Veränderungen herbeigeführt, wie ein offener Brief des Klimaforschers Hans Joachim Schellnhuber zeigt.
Es bleibt abzuwarten, wie lange Richard Cluse und Wolfgang Metzeler-Kick durchhalten werden und ob ihre Forderungen erfüllt werden. Der Hungerstreik ist eine extreme Form des Protests, die jedoch die Dringlichkeit des Klimawandels und die Notwendigkeit schneller und effektiver Maßnahmen verdeutlicht.
