„Die umstrittene Partei DAVA: Ein verlängerter Arm Erdogans in Deutschland?“
Seit Tagen ist die Gründung der neuen Partei DAVA, der „Demokratischen Allianz für Vielfalt und Aufschwung“, in Deutschland ein heiß diskutiertes Thema. Es besteht die Vermutung, dass die Partei ein verlängerter Arm des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sei. Die Kritiker behaupten, dass die Partei Ankara-nah ist und ihre Wurzeln im Umfeld des türkischen Präsidenten hat.
Die Diskussion ist darüber entbrannt, wer sich hinter DAVA verbirgt und welchen Zielen diese Partei nachgeht. Speziell im Zuge der Europawahlen am 9. Juni rücken diese Fragen in den Fokus. Bereits vier Namen von Kandidaten sind bekannt, die in der Vergangenheit durch ihre enge Verbindung zu Ankara aufgefallen sind. Darunter befindet sich der Rechtsanwalt Fatih Zingal, der als Sprecher der Union Internationaler Demokraten (UID) tätig war – laut deutschen Behörden handelt es sich dabei um die Lobbyorganisation der türkischen Regierungsparteien AKP in Deutschland.
Auch die ehemalige Vorsitzende der UID-Jugend in Baden-Württemberg, Yonca Kayaoglu, kandidiert für DAVA. Beide sind bekannt für ihre enge Verbindung zu Ankara. Die anderen beiden Kandidaten, Mustafa Yoldas und Ali Ihsan Ünlü, sind beide bekannte Funktionäre der türkisch-muslimischen Community aus Norddeutschland und haben enge Beziehungen zu Ankara.
Der Parteivorsitzender, Teyfik Özcan, schreibt bereits seit einiger Zeit für den Deutschland-Ableger des türkischen staatlichen Senders TRT. Kritiker werfen ihm einseitige Berichterstattung vor und merken an, dass er ausschließlich Missstände in Deutschland aufzeigt, aber nichts über Probleme in der Türkei berichtet. Trotz dieser engen Verbindung zu Ankara behauptet DAVA, keine Erdogan-Partei zu sein.
Die Gründung von DAVA kann als Teil eines langfristigen Plans gesehen werden, um Einfluss auf die politische Landschaft in Deutschland zu gewinnen. Die Partei strebt die Gründung von Kreis- und Landesverbänden an, um in Zukunft bei allen Wahlen antreten zu können. Experten fallen ein, dass das Erstarken solcher Parteien auch aufgrund des rassistischen Klimas in Deutschland durchaus möglich ist.
Die Reaktionen auf DAVA in Deutschland sind gemischt. Während einige Experten glauben, dass die Partei aufgrund des Medienechos und ihrer Bekanntheit deutschlandweit Erfolg haben kann, bezweifeln andere dies aufgrund der bereits bestehenden politischen Engagements der türkeistämmigen Bevölkerung in Deutschland.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Partei weiterentwickelt und wie ihr Einfluss auf die politische Landschaft in Deutschland aussehen wird. Allerdings ist klar, dass die Gründung von DAVA in Deutschland für viel Aufsehen und kontroverse Diskussionen sorgt.
