Bundeskanzler vertritt neutralen Standpunkt bei Sondergipfel zur Ukraine
Der Bundeskanzler Karl Nehammer wird am heutigen Montag an einem Sondergipfel von Staats- und Regierungschefs zur Ukraine teilnehmen, der vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron veranstaltet wird. Anlass für dieses Treffen ist der zweite Jahrestag der russischen Aggression gegen die Ukraine. Nehammer wird dabei den Blickwinkel eines neutralen Staates „mit stärkerer Stimme vertreten“, wie es aus dem Bundeskanzleramt heißt.
Der Druck auf die europäischen Staaten, die Ukraine im Abwehrkampf gegen Russland zu unterstützen, ist derzeit besonders groß, da die USA ihre Militärhilfe für die Ukraine blockiert haben. Auch Österreich hat kürzlich kein militärisches Engagement zugesagt, betont jedoch seine Rolle als einer der größten Geber humanitärer Hilfe für die Ukraine.
Karl Nehammer würdigte die „Wehrhaftigkeit“ der Ukrainerinnen und Ukrainer anlässlich des Kriegsbeginns und rief zu einem Ende des Konflikts auf. Sowohl Bundespräsident Alexander Van der Bellen als auch Außenminister Alexander Schallenberg bekräftigten die „unerschütterliche Solidarität“ mit der Ukraine und betonten, dass sie das Land so lange unterstützen werden, wie es nötig ist.
Das Sondergipfeltreffen in Paris dient als Standortbestimmung und strategische Diskussion zur weiteren Vorgehensweise im Ukraine-Konflikt. Neben den EU-Staaten sind auch die USA, Kanada, Norwegen und Großbritannien geladen. Der KURIER wird den Kanzler auf seinem Weg nach Paris begleiten und über die Geschehnisse berichten.
Es bleibt abzuwarten, welche konkreten Ergebnisse das Treffen bringen wird und wie Österreich seine Position im Ukraine-Konflikt weiterhin vertreten wird. Die internationale Solidarität und Unterstützung für die Ukraine sind jedoch weiterhin dringend notwendig, um den Konflikt zu lösen und den Menschen in der Region zu helfen.
