Cyber-Angriff auf Grüne im Landtag von Baden-Württemberg wegen Cannabis-Gesetz eskaliert
Der Streit um das Cannabis-Gesetz in Deutschland nimmt immer absurdere Formen an. Als Reaktion auf die drohende Verschiebung der Gras-Legalisierung haben Verfechter des Gesetzes einen Cyber-Angriff auf die Grünen im Landtag von Baden-Württemberg gestartet.
Die Mail-Postfächer der Grünen-Abgeordneten wurden innerhalb kürzester Zeit derart überflutet, dass die IT-Abteilung des Parlaments in Stuttgart eingreifen musste. Es wurden technische Maßnahmen ergriffen, um der Spam-Flut Herr zu werden, wie eine Sprecherin des Landtags der Nachrichtenagentur dpa mitteilte.
Interessanterweise sind die Grünen gar nicht gegen das Gesetz, das die teilweise Legalisierung von Cannabis zum 1. April vorsieht. Dennoch wurden sie zum Ziel des Cyber-Angriffs, der von Verfechtern des Hanfverbands initiiert wurde. Der Hintergrund der Aktion liegt in der Kritik an Politikern, die die Umsetzung des Gesetzes verzögern wollen.
Es ist bemerkenswert, dass die Fraktion der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg sich gegen eine Verschiebung des Gesetzes einsetzt. Trotz der Angriffe auf ihre Mail-Postfächer und Social-Media-Kanäle wollen sie keine rechtlichen Schritte ergreifen. Die Arbeitsfähigkeit von Verwaltung und Abgeordneten sei laut Angaben sichergestellt.
Es bleibt abzuwarten, wie der Streit um das Cannabis-Gesetz weiter eskalieren wird und ob es tatsächlich zum geplanten Inkrafttreten am 1. April kommen wird. Bis dahin dürfte die Auseinandersetzung zwischen den Befürwortern und Gegnern des Gesetzes noch für reichlich Wirbel sorgen.
