Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst erlebt einen Tag in Bayern: Maibock, Politik und Spott
München – Allein unter Bayern. Das kann hart sein. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, hat sich gestern einen ganzen Tag Bayern-Härte erlebt.
Mittags traf er Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Residenz. Abends war er beim Maibockanstich im Hofbräuhaus, auch wieder mit Söder. Wüst erlebte hautnah, wie Bayern miteinander umgehen und wie sie zu anderen sind. Albert Füracker, als Finanzminister Chef von Hofbräu, begrüßte ihn gönnerhaft als „wichtigsten Preißn in München“.
Mit frischgezapftem Maibock im Krug warnte Söder seinen Amtskollegen gönnerhaft: „Pass auf, das schmeckt, aber das kann gefährlich werden.“ Der Maibock hat 7,2 Prozent Alkoholgehalt.
Von Kabarettist Django Asül hörte Wüst, was bayerische Politiker sich gefallen lassen müssen. Über Grünen-Chefin Katharina Schulze zog Asül her und spottete über sie. Auch über den Finanzminister von Baden-Württemberg und Schulzes Ehemann Danyal Bayaz machte er Witze.
Die komplizierten bayerischen Wahl- und Regierungsverhältnisse wurden von Asül humorvoll aufgegriffen. Er machte sich über die CSU, die Freien Wähler und Ministerpräsident Söder lustig.
Asül verlängerte den Spott und meinte, dass Wüst nun weiß, warum Bayern so gescheit sind. Denn Bayern investiert viel Geld in die Bildung, pro Kopf 10.500 Euro im Vergleich zum Bundesschnitt von 9200 Euro.
Wüst lachte darüber und ließ sich das Bier schmecken. Er merkte an, dass er aus dem Pils-Land kommt, aber die Grenze zur Alt-Bier-Region in Bayern nicht weit ist.
Über den Preußen-Spot der Bayern meinte er zu BILD: „Wir machen es ja auch andersrum“, und fasste das schon halb Bairisch zusammen: „Passt das schon!“
Es war ein humorvoller Tag für Wüst in Bayern, der ihm sicher lange in Erinnerung bleiben wird.
