Neue Partei von Hans-Georg Maaßen vor Landtagswahl in Thüringen: Werteunion tritt an
In Thüringen herrscht politische Aufregung, denn kurz vor der Landtagswahl hat ein neuer Spieler das Spielfeld betreten. Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat seine eigene Partei gegründet, die sich von der Union distanziert. Die Partei, die den Namen Werteunion trägt, wurde bei einer Versammlung in Erfurt ins Leben gerufen, bei der Maaßen selbst für den Parteivorsitz kandidieren wird.
Die Werteunion möchte sich als Alternative zwischen der klassischen CDU/CSU und der AfD positionieren. Sie steht für bürgerliche Werte wie Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie, aber auch für einen Rückzug des Staates aus dem Leben der Bürger. Maaßen war im Januar aus der CDU ausgetreten, nachdem bekannt wurde, dass Daten über ihn im Bereich Rechtsextremismus gespeichert wurden.
Es wird spekuliert, dass die Werteunion bei den Landtagswahlen in Thüringen, Brandenburg und Sachsen antreten wird, aber nicht bei der Europawahl. Obwohl Maaßen selbst wohl nicht als Kandidat in Thüringen antreten wird, möchte er sich dennoch in den Wahlkampf einmischen und für einen bürgerlichen Ministerpräsidenten kämpfen.
Es gibt jedoch Zweifel an den Chancen der Werteunion bei den Wahlen. Der Trierer Politikwissenschaftler Uwe Jun schätzt die Erfolgsaussichten eher gering ein, da die Partei auf einem engen Feld mit bereits etablierten Parteien konkurriert. Dennoch könnte die Werteunion konservative Wähler anziehen, die sich von der CDU unter Merkel entfremdet haben.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die politische Landschaft in Thüringen und den anderen betroffenen Ländern durch den Eintritt der Werteunion verändern wird. Die Wahlen werden zeigen, ob die Partei in der Lage ist, sich zwischen den etablierten politischen Kräften zu behaupten und Wähler von sich zu überzeugen.
