Linke-Ko-Chefin Wissler hört in Leipzig den Gewerkschaftern zu
Der gewerkschaftliche Aufbruch im Osten Deutschlands war das zentrale Thema einer Konferenz der Linkspartei in Leipzig. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten über linke Erfahrungen aus gewerkschaftlichen Kämpfen und entwickelten Strategien für die Zukunft.
Paul Schmidt von Verdi betonte die Bedeutung der zahlreichen Streiks im vergangenen Jahr und das Wachstum neuer Mitglieder, besonders im Osten des Landes. Die Zusammenarbeit zwischen Verdi und Fridays for Future wurde gelobt und als wegweisend bezeichnet.
Die Konferenz zeigte auch die Unsicherheit in der Linkspartei angesichts sinkender Umfragewerte und dem Erstarken der rechtsextremen AfD. Der sächsische DGB-Vorsitzende Markus Schlimbach warnte vor den Auswirkungen eines Wahlerfolgs der AfD auf die Gewerkschaften.
Es wurde auch auf die Präsenz von rechtsextremen Akteuren in den Betrieben hingewiesen und die negative Auswirkung auf migrantische Beschäftigte betont. Gewerkschafterinnen berichteten von rassistischen Anfeindungen in einigen Unternehmen.
Dennoch gab es auch positive Signale, vor allem im Hinblick auf den gewerkschaftlichen Aufbruch im Osten. Die Möglichkeit für Beschäftigte, demokratische Erfahrungen zu machen und sich aktiv zu beteiligen, wurde als wichtig erachtet.
Die Zusammenarbeit zwischen der Linkspartei und Gewerkschaften wurde als entscheidend für die Erreichung gemeinsamer Ziele bezeichnet. Es wurde betont, dass diese Solidarität und der demokratische Austausch weiter gestärkt werden müssen, um autoritären Tendenzen entgegenzuwirken.
Die Konferenz endete mit dem Appell, die Hegemonie zu stärken und weiterhin Bündnisse mit Gewerkschaften und sozialen Trägern zu schließen, um die Ziele der Linkspartei erfolgreich zu verfolgen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass der gewerkschaftliche Aufbruch im Osten noch lange nicht abgeschlossen ist und weiterhin Engagement und Solidarität erfordert.
