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Grüne und CDU einigen sich auf Paket zur Förderung der deutschen Sprache

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Grün-Schwarz beschließt umfassende Bildungsreformen: Sprachförderung und Rückkehr zum G9 geplant

Grün-Schwarz hat sich nach langem Zögern schließlich auf Bildungsreformen geeinigt, die vor allem die Sprachförderung in Kitas und Grundschulen betreffen. Mit einem Budget von bis zu 250 Millionen Euro für die nächsten beiden Jahre soll die Maßnahme umgesetzt werden. Diese Entscheidungen wurden nach einem Treffen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit den Spitzen der Koalition getroffen.

Die geplante Sprachförderung reagiert auf die massiven Sprachdefizite von Viertklässlern, von denen gut ein Drittel große Probleme beim Lesen und Schreiben hat. Kultusministerin Theresa Schopper plant eine fundierte Sprachförderung in Kitas für Kinder mit Förderbedarf sowie eine Juniorklasse als Übergang in die Grundschule. Es wird jedoch Personalbedarf in Form von Pädagogen und Hilfslehrkräften geben, die noch rekrutiert werden müssen.

Auch beim Thema Gymnasium nähert sich die Koalition einer Einigung. Ab dem Schuljahr 2025/2026 soll das neunjährige Gymnasium wieder standardmäßig eingeführt werden. Es wird diskutiert, ob es eigene G8-Züge an den Gymnasien geben soll. Eine Verbindliche Grundschulempfehlung soll helfen, Überlaufungen an den Gymnasien zu vermeiden.

Es gibt auch Pläne für eine mögliche Verbundschule in der Sekundarstufe 1, die aus einer Realschule mit Hauptschulzweig bestehen könnte und damit die Werkreal- und Hauptschulen ersetzen würde.

Die Sprachförderung in Kitas und Grundschulen wird langfristig viel Geld kosten. Die Kosten sollen bis zum Endausbau bei rund 400 Millionen Euro pro Jahr liegen. Die GEW setzt sich für eine Lockerung der Schuldenbremse ein, um die Reformen umsetzen zu können, während die SPD Kritik äußert und eine umfassendere Lösung für die Bildungspolitik fordert.

Die Entscheidung über das Bildungspaket wird in der nächsten Woche erwartet und soll auch Thema bei einem Treffen mit der SPD und FDP im Mai sein. Trotz finanzieller Herausforderungen infolge der schwachen Konjunktur plant die Regierung auch die Modernisierung des Polizeifunks mit Kosten von rund 100 Millionen Euro.

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