„Grundsteinlegung für das neue Museum berlin modern in Berlin: Kontroverse um teuersten Museumsbau Deutschlands“
Ein neues Kapitel in der deutschen Museumslandschaft wird geschrieben, denn der Grundstein für das neue Museum berlin modern in Berlin wurde gelegt. Das Museum, das als aktuell teuerster Kulturbau Deutschlands gilt, wird voraussichtlich 2027 seine Türen öffnen. Mit Kosten von rund einer halben Milliarde Euro und als siebter Standort der Nationalgalerie, ist das Projekt nicht nur aufgrund seiner finanziellen Dimensionen umstritten.
Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie und ebenfalls des künftigen Museums, betonte bei der Grundsteinlegung den dringenden Platzbedarf für die umfassende Sammlung von etwa 5000 Arbeiten. Aktuell könnten nur 172 Werke gezeigt werden. Kulturstaatsministerin Claudia Roth erinnerte an die Verfolgung zahlreicher Künstlerinnen und Künstler durch die Nationalsozialisten und betonte die Bedeutung der Kunstfreiheit.
Das Museum wird zwischen den Architekturikonen der Neuen Nationalgalerie und der Philharmonie entstehen und war lange Zeit wegen seiner schlechten Energiebilanz umstritten. Kulturstaatsministerin Roth beabsichtigt das Museum zu einem „Vorbild für Nachhaltigkeit“ zu machen, weshalb die Pläne überarbeitet wurden. Der Bau wird von den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron realisiert, die bereits bekannte Bauwerke wie die Hamburger Elbphilharmonie und das Olympiastadion in Peking entworfen haben.
Die Finanzierung des vom Bund finanzierten Projekts beläuft sich nach der Überarbeitung auf etwa 450 Millionen Euro. Was sich aufgrund der Umplanung um knapp zehn auf gut 363 Millionen Euro verteuert hat. Die Neuen Nationalgalerie zeigt aus Anlass der Grundsteinlegung in der großen Halle des ikonischen Baus von Ludwig Mies van der Rohe die Videoinstallation „Ready Mix“ der US-amerikanischen Künstlerin Lucy Raven.
Das neue Museum berlin modern verspricht also, nicht nur kulturell, sondern auch architektonisch, ein bedeutendes Bauwerk für Berlin zu werden. Trotz der finanziellen Kontroversen und Diskussionen um die Nachhaltigkeit des Gebäudes, ist es ein Schritt in Richtung Erweiterung und Modernisierung der Kulturszene in Deutschland. Wir dürfen gespannt sein, welche künstlerischen Schätze das Museum dereinst für Besucher bereithalten wird.
