„Der 14. Bundesparteitag der AfD: Die neue Harmonie, die letzte Brandmauer und der rechte Belagerungszug“
Die AfD hat auf ihrem 14. Bundesparteitag in Magdeburg einen neuen Kurs eingeschlagen. Die Partei präsentierte sich radikal, richtig und stolz darauf. Flügelkämpfe sollen der Vergangenheit angehören und durch Harmonie ersetzt werden. Die hohen Umfragewerte schweißen die Partei zusammen, und Widersprüche werden weggejubelt.
Björn Höcke ist zu einem führenden Star in der Partei aufgestiegen und genießt inzwischen große Unterstützung, insbesondere aus den Ostverbänden. Die neuen rechtsnationalen Unterstützer tragen maßgeblich zum Erfolg der AfD bei.
Die sogenannten gemäßigten Kräfte innerhalb der Partei sind verstummt, und auch Flügelkämpfe prägten nicht mehr die Veranstaltung. Die AfD setzt auf Einigkeit und zeigt sich siegesgewiss. Die neue Marschroute ist klar: Die hohen Umfragewerte sollen in Wahlerfolge umgesetzt werden, denn die AfD hat Machthunger.
Für Parteichefin Weidel ist klar, dass es für die AfD nur noch eine Brandmauer einzureißen gilt, dann könnte der Siegeszug der AfD im Bund beginnen. Diese Brandmauer trägt laut Weidel einen Namen: die ostdeutsche CDU.
Die AfD plant, politische Zusammenarbeit mit anderen Parteien zu suchen und der Union die Hand zu reichen. Die Partei plant einen Rechter Belagerungszug, um sich bei der Aufstellung der Europaliste als völkisch-national zu positionieren.
Jedoch bleibt die politische Umsetzung der AfD äußerst kryptisch. Die Partei hat viele Kandidaten, aber keinen klaren Plan. Es herrscht Uneinigkeit darüber, ob Deutschland in der EU bleiben, austreten oder die EU auflösen soll. Die EU muss sterben, damit Europa leben kann, fordert Björn Höcke. Die AfD steht geschlossen für eine Reform der EU, während Höcke und andere Vertreter der Partei einen anderen Kurs vorgeben.
Insgesamt scheint in der AfD die gemeinsame Linie nicht mehr vonnöten zu sein. Wer die AfD unterstützt oder wählt, wählt ein Gefühl und die Gewissheit radikal rechte Ideologien zu unterstützen, während Inhalte zweitrangig zu sein scheinen. Insgesamt zeigt sich die Partei harmonisch, stolz und siegesgewiss, jedoch ist ihr politischer Plan und ihre ideologische Ausrichtung äußerst diffus.
