Bundeskanzler Olaf Scholz lobt Brandenburg und drängt auf Beschleunigung von Bauvorhaben in Bad Saarow
Der Bundeskanzler Olaf Scholz hat beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow klare Worte gefunden: Der Ausbau erneuerbarer Energien muss beschleunigt werden, und dafür ist mehr Tempo beim Bürokratieabbau nötig. Scholz lobte die Tatkraft und Eigeninitiative in Ostdeutschland und verwies auf das Beispiel Brandenburgs, wo der Ausbau des Stromnetzes gemeinsam mit großen Verteilnetz-Betreibern vorangetrieben wird.
Scholz betonte, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien ein Standortvorteil im Osten sei und dass Deutschland erstmals das notwendige Tempo erreicht habe, um bis 2030 80 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien zu produzieren. Er lobte die Trendwende bei den Ausbauzahlen und der Genehmigungsdauer für erneuerbare Energien und kündigte die größte Reform des Bundesimmissionsschutzgesetzes seit 30 Jahren an. Diese Reform soll Windräder und industrielle Anlagen schneller bauen lassen, unter anderem durch mehr Digitalisierung und den Abbau bürokratischer Hürden.
Scholz unterstrich, dass beim Umwelt- und Klimaschutz kein Aufhalten mehr wegen einzelner Blumen oder Vögel möglich sei, da der Ausbau einer neuen Energieversorgung und klimafreundlicher Produktion vorangebracht werden müsse. Die Regierung setze auf digitalisierte Verfahren, klare Fristenregelungen und vorzeitigen Baubeginn.
Der Bundeskanzler hob hervor, dass Investoren aus aller Welt sich für den Osten entscheiden, darunter Unternehmen wie Tesla, Catl, Intel, Amazon und TSMC. Ostdeutschland biete mit größeren Gewerbeflächen und mehr produzierter erneuerbarer Energie attraktive Standortfaktoren. Scholz betonte die Notwendigkeit, den Ausbau der erneuerbaren Energien und des Stromnetzes gemeinsam voranzutreiben.
In Bad Saarow diskutieren Spitzen aus Wirtschaftsverbänden, Politikern und Wissenschaftlern über die Folgen des Strukturwandels am Wirtschaftsstandort Ostdeutschland. Am Montag und Dienstag werden weitere prominente Politiker wie Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck und Bundesfinanzminister Christian Lindner sprechen. Ein Livestream des Events ist auf dem YouTube-Kanal des Ostdeutschen Wirtschaftsforums verfügbar.
Es bleibt spannend zu verfolgen, wie die angestoßenen Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien und zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Ostdeutschland umgesetzt werden. Die Herausforderungen sind groß, aber mit konsequentem Handeln und der richtigen Strategie sind positive Entwicklungen zu erwarten.
