Mutmaßlicher Steinewerfer von Wahlkampfkundgebung in Bayern angeklagt: Prozess steht bevor
Der mutmaßliche Steinewerfer einer Wahlkampfkundgebung in Bayern wurde angeklagt. Bei dem Vorfall, der während einer Veranstaltung mit den Grünen-Politikern Katharina Schulze und Ludwig Hartmann im September 2023 stattfand, soll der 45-jährige Verdächtige einen Stein in Richtung der Bühne geworfen haben, auf der die Politiker standen. Glücklicherweise wurden Schulze und Hartmann nicht getroffen und blieben unverletzt.
Nach Abschluss der Ermittlungen wurde der Mann nun wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung und Widerstandshandlungen gegen Vollstreckungsbeamte angeklagt. Laut Oberstaatsanwalt Sebastian Murer hat der Verdächtige die Tat grundsätzlich zugegeben und als Motiv angegeben, mit der politischen Situation unzufrieden zu sein.
Es wird berichtet, dass der Mann der sogenannten Reichsbürger- und Querdenkerszene angehört. Diese Gruppen stehen im Fokus des Verfassungsschutzes und sind bekannt für ihre ablehnende Haltung gegenüber staatlichen Institutionen.
Die Anklage wird nun vom Amtsgericht in Neu-Ulm geprüft, und ein Prozesstermin wird voraussichtlich erst im Sommer anberaumt. Katharina Schulze beschrieb den Vorfall als einen ihrer schlimmsten Momente im Wahlkampf, betonte jedoch, dass sie sich nicht einschüchtern lassen werde.
Die Generalstaatsanwaltschaft hat den Fall aufgrund seiner politischen Dimension übernommen, und die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus ist in den Prozess involviert. Trotz des Angriffs zeigen sich die Politiker entschlossen, weiterhin für ihre Überzeugungen einzustehen und sich nicht beeinflussen zu lassen.
