Kontroverse um Gerhard Schröder: Altkanzler wird 80 Jahre alt
Der umstrittene Politiker Gerhard Schröder feiert seinen 80. Geburtstag und sorgt erneut für Gesprächsstoff in der deutschen Politiklandschaft. Während einige ihn als Mann betrachten, der Geschichte geschrieben hat, sehen ihn andere als Persona non grata.
Besonders in der SPD herrscht Uneinigkeit über den Umgang mit dem Altkanzler. Viele jüngere Parteimitglieder und Abgeordnete möchten lieber nach vorne schauen und distanzieren sich von seiner Politik. Kritik gibt es vor allem für Schröders Nähe zum russischen Präsidenten Putin und sein Engagement für den Konzern Gazprom.
Trotz der Kritik gibt es auch Unterstützer, wie den ehemaligen Oberbürgermeister von Hannover, Herbert Schmalstieg, der Schröder als begnadeten Politiker lobt. Auch ehemalige Weggefährten wie Goetz von Fromberg sprechen wohlwollend über seine Amtszeit als Kanzler.
Die Tatsache, dass Schröder weiterhin Ämter bei Gazprom innehat und keine Distanz zu Putin zeigt, spaltet die Meinungen weiter. Einige politische Größen distanzieren sich von ihm, während andere die Notwendigkeit betonen, unterschiedliche Positionen innerhalb der Partei zu akzeptieren.
Zu seinem 80. Geburtstag wird Schröder in diesem Jahr auf einen offiziellen Empfang verzichten und stattdessen im kleinen Kreis feiern. Seine Ehefrau hat zu einem Fest mit engen Freunden und Weggefährten in Berlin eingeladen.
Der Altkanzler bleibt also auch an seinem Geburtstag ein polarisierendes Thema in der Politik – ein Mann, der nach wie vor die Gemüter bewegt und die Vergangenheit der BRD maßgeblich mitgestaltet hat. Die Diskussionen um seine Person und seine politische Haltung werden wohl noch lange nicht abreißen.
