Björn Höcke bekräftigt Forderung nach Auflösung der EU: „Diese EU muss sterben, damit das wahre Europa leben kann“
Der Thüringer AfD-Landesvorsitzende Björn Höcke sorgte kürzlich erneut für Aufsehen, als er seine Forderung nach einer Auflösung der Europäischen Union bekräftigte. In einem Interview mit dem Fernsehsender Phoenix bezeichnete er die EU als ein Hindernis für das „wahre Europa“ und betonte, dass die EU sterben müsse, damit das „wahre Europa“ leben könne. Diese Äußerungen Höckes wurden von vielen Seiten kritisiert und als populistisch eingestuft.
Der Historiker Matthäus Wehowski wies darauf hin, dass Höcke bewusst eine „völkisch-schwurbelige Sprache“ verwendet, die an die Zeit der NSDAP erinnert. Er verglich Höckes Äußerungen mit einer Parole aus der NSDAP-Zeitung „Völkischer Beobachter“, die den Opfermythos der Nationalsozialisten propagierte. Wehowski bezeichnete Höckes Äußerungen als „Pathos und völkischen Kitsch“.
Nicht zum ersten Mal bediente sich Höcke Nazi-Rhetorik, wie etwa mit dem Einsatz der SA-Parole „Alles für Deutschland!“ bei einer Kundgebung in Merseburg. Dies führte zu einer Anklage wegen Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole. Die Linguistin Heidrun Kämper wies darauf hin, dass die Verwendung nationalsozialistischer Sprache in der AfD weit verbreitet sei, was auf eine bewusste Auseinandersetzung mit der NS-Zeit hinweise.
Es ist besorgniserregend, dass ein prominenter Vertreter einer politischen Partei in Deutschland derartige nationalistische und völkische Äußerungen tätigt. Die Forderung nach einer Auflösung der EU und die Verwendung von NS-Rhetorik sind ein Schlag ins Gesicht der Opfer des Nationalsozialismus und eine Gefahr für die demokratischen Werte Europas. Es ist wichtig, solche Äußerungen klar zu verurteilen und für eine demokratische und weltoffene Gesellschaft einzutreten.
