„Verteidigung der Polizei-Einsatzplanung nach Krawallen bei Aschermittwochsveranstaltung“
In Biberach, bei der politischen Aschermittwochsveranstaltung der Grünen, kam es zu gewalttätigen Krawallen, die für großes Aufsehen sorgten. Der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl (CDU) verteidigte die Einsatzplanung der Polizei und kündigte an, zur besseren Vorbereitung künftiger Einsätze eine Informationsstelle beim Landeskriminalamt (LKA) einzurichten und ein „Landeslagebild“ erstellen zu lassen.
Laut Strobl hätten in den Protesten „einzelne Personen aus dem Querdenker- und Reichsbürgermilieu“ teilgenommen. Die Polizei war mit 90 Einsatzkräften vor Ort, was zehnmal mehr als bei anderen Aschermittwochsveranstaltungen war. Der Ulmer Polizeipräsident Bernhard Weber betonte, dass die Polizei konzeptionell vorbereitet war, um Teilnehmer zu durchsuchen und Störer in der Halle zu isolieren.
Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, Oliver Hildenbrand, äußerte jedoch Kritik an der Einsatzplanung und betonte, dass der Kräfteeinsatz zu gering und der Kräfteaufwuchs zu langsam erfolgte. Auch die Darstellung des Polizeipräsidenten wurde in Frage gestellt. Es besteht derzeit ein Dutzend Ermittlungsverfahren, darunter wegen schwerer Landfriedensbrüche, Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz und tätlichen Angriffen gegen Vollzugsbeamte.
Es wird zudem vermutet, dass die Randalierer in „Telegram“-Gruppen zu der Aktion aufgerufen wurden. Dies erweckt Besorgnis, da anlässlich eines Parteitags der AfD in Rottweil am Wochenende weitere Auseinandersetzungen erwartet werden.
Es bleibt zu hoffen, dass die Ermittlungen und Maßnahmen zur Vorbereitung zukünftiger Einsätze zu einer friedlicheren politischen Atmosphäre führen werden. Die Dialoge zwischen den Parteien und die Deeskalation von Spannungen sind von größter Bedeutung für die Stabilität und Sicherheit in der Region.
