Olaf Scholz: Charme-Offensive und private Einblicke zünden nicht – Kritik an unnahbarer und inhaltsleerer Kommunikation
Bundeskanzler Olaf Scholz findet einfach keinen Zugang zum Volk. Dies zeigt sich in seinen Tiefstwerten in den aktuellen Umfragen. Um dieser Situation entgegenzuwirken, versucht der Kanzler nun, persönliche Einblicke zu geben und unpolitische Inhalte zu präsentieren. Trotzdem zündet die Charme-Offensive der PR-Abteilung im Bundeskanzleramt nicht wirklich.
In einer Videoreihe antwortet Scholz in kurzen Clips auf ausgewählte Fragen seiner Follower. Die Themen reichen von seinem Lieblingsessen bis hin zu harten politischen Streitfragen. Jedoch bleibt Olaf Scholz bei diesen Fragen unnahbar und gibt meist schwammige und unverbindliche Antworten. So antwortet er beispielsweise auf die Frage „St. Pauli oder HSV?“ mit „Ich habe immer beiden Klubs die Daumen gedrückt. Und tue es auch immer noch.“
Die Reaktionen auf Scholz‘ Videos sind größtenteils negativ. Einige Follower beklagen die unauthentische Darstellung des Kanzlers, während andere die Aktion als peinlich und unwürdig empfinden. Die Kritik an Scholz‘ Fokus auf Nebensächlichkeiten wie Fußballvereine und Lieblingsfilme angesichts dringenderer politischer Themen wie dem Ukraine-Krieg oder der Wirtschaftskrise ist groß.
Selbst Biermarke Astra gibt Scholz Nachhilfe, indem sie erklären, dass „St. Pauli die richtige Antwort“ sei. Viele sehen es als problematisch an, dass sich der Bundeskanzler überhaupt für solche „komische Fragerunden“ Zeit nimmt, anstatt dringendere politische Themen zu adressieren.
Trotz einiger tausend Likes für seine Videos bleibt der Eindruck, dass Scholz sich mit diesem Format nicht wirklich wohl fühlt. Es bleibt fraglich, ob diese unbeholfenen Versuche, sich dem Volk zu nähern, ihm in den Umfragen helfen werden.
