Faeser erteilt Söders Vorstoß eine Absage: Gemischte Reaktionen aus der Politik
Innenministerin Faeser erteilte Söders Vorstoß eine Absage
Bundesinnenministerin Faeser hat kürzlich die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder hinsichtlich einer dauerhaften Steuerung der Migration zurückgewiesen. In der ARD-Sendung „Bericht aus Berlin“ betonte Faeser, dass eine solche Steuerung nur auf europäischer Ebene möglich sei. Sie kritisierte Söder und CDU-Chef Friedrich Merz dafür, den falschen Eindruck zu erwecken, dass Deutschland allein mit Obergrenzen die Migration steuern könnte.
Stattdessen sprach sich Faeser für verstärkte Maßnahmen gegen Schleuser aus. Angesichts des enormen Anstiegs von Schleusungen will sie eine Taskforce zur wirksameren Bekämpfung der Schleuserkriminalität einrichten und auch Tschechien, sowie möglicherweise auch Polen und Österreich, daran beteiligen.
Die Reaktionen auf Söders Vorstoß sind gemischt. Grüne und SPD werfen ihm Populismus vor und betonen, dass solche populistischen Sprüche niemandem weiterhelfen würden. Insbesondere die bayerische Grünen-Spitzenkandidatin Katharina Schulze fordert konkrete Maßnahmen zur Unterstützung von Geflüchteten, anstatt auf populistische Forderungen zu setzen.
Die CDU zeigt ebenfalls teils kritische Reaktionen auf Söders Vorschlag. Der CDU-Europaabgeordnete Dennis Radtke warnt davor, alte Forderungen zu wiederholen, die die Unionsparteien bereits einmal an den Abgrund geführt hätten.
Auf der anderen Seite erhält Söder auch Unterstützung, insbesondere aus der FDP. Bayerns FDP-Spitzenkandidat Martin Hagen stimmt Söder in vielen Punkten zu und fordert ebenfalls dringende Maßnahmen zur Reduzierung der Zahl von Flüchtlingen.
Insgesamt zeigt die Reaktion auf Söders Vorstoß eine gespaltene Meinung. Während einige ihn kritisieren und als populistisch bezeichnen, finden andere seine Vorschläge unterstützungswürdig. Die Diskussion über eine effektive Migrationspolitik wird in Deutschland also weiterhin kontrovers geführt.
