Rentner schuldig gesprochen: Geldstrafe nach Attacke auf Politikerin
Der Fall der Attacke auf die Landtagsabgeordnete Marie Kollenrott in Göttingen sorgte für Aufsehen und Empörung. Der Rentner Hartmut D. wurde vor Gericht für schuldig befunden und zu einer Geldstrafe, Schmerzensgeld und zur Zahlung von weiteren 600 Euro an die Grünen-Politikerin verurteilt.
Der Vorfall ereignete sich Ende Mai am Wahlkampfstand der Grünen in der Göttinger Innenstadt. Der Rentner rief beleidigende Worte und schlug Marie Kollenrott mehrfach auf den Arm. Die Politikerin trug dabei rote Stellen und Kratzspuren davon und litt unter den psychischen Folgen des Angriffs.
Hartmut D. zeigte sich vor Gericht wenig reumütig und bezeichnete die Vorwürfe als „Quark“. Es wurde bekannt, dass er wegen rechtsradikaler Ansichten bereits vorbestraft war, was den Charakter seines Angriffs auf die Politikerin in einem anderen Licht erscheinen ließ.
Marie Kollenrott entschied sich dazu, das Schmerzensgeld, das ihr zugesprochen wurde, an gemeinnützige Organisationen zu spenden, die sich für Frauenrechte und den Kampf gegen Rechtsextremismus einsetzen. Sie lobte die Justiz für die Berücksichtigung der verschiedenen Aspekte des Falls, betonte aber auch, dass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.
Der Fall zeigt einmal mehr die Bedeutung des Schutzes von Politikerinnen und Politikern vor Gewalt und Anfeindungen, sowie die Notwendigkeit, konsequent gegen rechtsextreme Tendenzen in der Gesellschaft vorzugehen.
