Ex-Premier Alexander Stubb gewinnt finnische Präsidentschaftswahl
Finnland hat bei der Präsidentenwahl am Sonntag weiterhin einen konservativen Präsidenten gewählt. Ex-Premier Alexander Stubb setzte sich gegen den Grün-Politiker Pekka Haavisto durch und wird am 1. März sein Amt antreten. Dies ist ein wichtiger Sieg für die Demokratie in Finnland, betonte Stubb am Wahlabend.
Die Wahl war auch die erste seit dem NATO-Beitritt Finnlands. Amtsinhaber Sauli Niinistö hatte lange Zeit eine auf Diplomatie bedachte Außenpolitik gefahren, insbesondere gegenüber dem Nachbarn Russland. Allerdings führte er sein Land als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine aus der traditionellen Blockfreiheit in die NATO. Alle Anwärter auf die Staatsführung hatten im Wahlkampf eine harte Haltung gegenüber der Regierung in Moskau angekündigt.
Stubb setzt sich für eine tiefere Integration in die NATO ein, lehnt jedoch die Lagerung von Atomwaffen ab. Der ehemalige Außenminister Haavisto dagegen zeigt sich zurückhaltender und bezeichnet ein NATO-Kontingent in Finnland als unnötig.
Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der Wahlsieg von Alexander Stubb auf die Außen- und Sicherheitspolitik Finnlands haben wird. Als Staatsoberhaupt hat der finnische Präsident umfassendere Exekutivkompetenzen als etwa der österreichische Bundespräsident. Er leitet in enger Zusammenarbeit mit der Regierung die Außen- und Sicherheitspolitik, vertritt das Land beim NATO-Treffen und ist Oberbefehlshaber der Streitkräfte.
Es bleibt zu hoffen, dass Finnland unter der Führung von Alexander Stubb weiterhin auf eine kluge und besonnene Außenpolitik setzen wird, um die Interessen des Landes und seine Beziehungen zu anderen Ländern zu stärken.
