Le Pens bricht mit der AfD – Partei wegen Krah-Äußerungen zur SS
In einem kürzlich veröffentlichten Artikel auf Welt.de wird über die Aufkündigung der Zusammenarbeit zwischen der AfD und dem Rassemblement National (RN) von Marine Le Pen berichtet. Hintergrund dieser Entscheidung sind Äußerungen des AfD-Europa-Spitzenkandidaten Maximilian Krah zur SS. Krah äußerte in einem Interview, dass SS-Mitglieder nicht automatisch Verbrecher seien und dass es unter den 900.000 SS-Männern auch Bauern gab. Diese Aussagen sorgten für Kritik und führten letztendlich dazu, dass das RN die Zusammenarbeit mit der AfD im Europäischen Parlament beenden wird.
Die SS war maßgeblich für den Holocaust und zahlreiche andere Verbrechen verantwortlich. Angesichts dieser Geschichte sind Krah’s Äußerungen äußerst kontrovers und unpassend. Bereits im vergangenen Jahr hatte Krah mit einem Video für Aufmerksamkeit gesorgt, in dem er behauptete, dass „unsere Vorfahren keine Verbrecher waren“.
Das RN ist neben der israelischen Lega die größte Partei in der europäischen Rechtsaußen-Fraktion Identity and Democracy (ID). Die Entscheidung des RN, die Zusammenarbeit mit der AfD zu beenden, könnte zu einer Spaltung innerhalb der ID-Fraktion führen. Sollte die AfD keine neue Fraktion finden, würden ihre Abgeordneten fraktionslos bleiben.
Bereits vor dieser Ankündigung hatte Marine Le Pen kritisch über die AfD geäußert, insbesondere nach einem Treffen mehrerer AfD-Politiker mit dem Rechtsextremisten Martin Sellner. Le Pen kritisierte das Treffen und kündigte daraufhin die Zusammenarbeit mit der AfD. Auch nach einem Treffen von AfD-Chefin Alice Weidel mit Le Pen konnte die Krise nicht beigelegt werden.
Die Entwicklung dieser Beziehung zwischen der AfD und dem RN zeigt die Spannungen und Kontroversen innerhalb der rechtsextremen Parteien in Europa. Die Entscheidung des RN, die Zusammenarbeit zu beenden, verdeutlicht die Unvereinbarkeit von extremistischen Äußerungen und der politischen Zusammenarbeit auf europäischer Ebene.
