Parteigründerin Sahra Wagenknecht und das sächsische BSW-Führungsduo auf Kandidatenliste festgelegt
Über die politische Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) in Sachsen wurde kürzlich berichtet. Der Landesverband hat sein Programm und die Kandidatenliste für die Landtagswahl im September beschlossen. Die Wahlkampfveranstaltung fand in einer Werft in Dresden-Laubegast statt, was zu maritimen Metaphern in den Reden führte.
Die Partei positioniert sich nach den Aussagen ihrer Landesvorsitzenden Sabine Zimmermann in der Mitte des politischen Spektrums und versucht eine Schnittmenge abzudecken, die von keiner anderen Partei bedient wird. Das Wahlprogramm umfasst sowohl linke als auch rechtskonservative Positionen. Themen wie Gesundheitsversorgung, Bildung und Kriminalität wurden diskutiert. Besonders betont wird die Forderung nach der Aufarbeitung der Corona-Zeit durch einen Untersuchungsausschuss.
Interessant ist, dass die Liste der Kandidaten eine Mischung aus ehemaligen Mitgliedern der Linkspartei und politischen Neulingen enthält. Ein Ex-Genosse der Linkspartei, Nico Rudolf, der auf Platz 10 der BSW-Landesliste gewählt wurde, betonte seine Motivation durch das Gefühl der Ausgrenzung während der Pandemie.
Die BSW in Sachsen zählt bisher weniger als 70 Mitglieder, hat aber trotzdem gute Umfragewerte. Die Partei strebt an, nicht nur den Einzug in den Landtag zu schaffen, sondern auch möglicherweise Teil einer Koalition zu werden. Es wird betont, dass die Partei für spürbare Veränderungen steht und nicht für ein „Weiter so“. Sahra Wagenknecht selbst strebt kein Regierungsamt im Freistaat an, sondern betont, dass die Partei talentierte Mitglieder hat, die gute Arbeit leisten können.
Es wird also spannend sein zu beobachten, wie sich die Bündnis Sahra Wagenknecht in Sachsen weiterentwickelt und welche Rolle sie in der politischen Landschaft des Bundeslandes einnehmen wird.
