„Russland im Vormarsch: Militäranalyse der Woche zur Lage in der Ukraine“
In der Militäranalyse der Woche geht es um die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Krieg. Russland ist im Vormarsch und die ukrainische Stadt Awdijiwka steht vor dem Fall.
Die Lage in Awdijiwka wird immer kritischer. Der Gegenangriff zur Wiederherstellung der Verteidigungslinien östlich der Stadt ist gescheitert und die russischen Truppen kämpfen bereits innerhalb der Siedlung. Zudem ist es Russland gelungen, auch in den nördlichen Teil vorzustoßen. Russland wird die Stadt – so wie angestrebt – bald umzingelt haben.
Die Ukraine leidet zunehmend unter Munitionsmangel, was es unwahrscheinlich macht, dass die russische Armee einen großangelegten Gegenangriff starten könnte, um die russische Zangenbewegung um die Stadt wieder aufzubrechen. Der Munitionsmangel wirkt sich auch auf die Moral der Streitkräfte aus.
Die Ukraine verstärkte die Drohnenangriffe auf das russische Hinterland, insbesondere auf Ziele in der Ölindustrie. Russland reagierte darauf mit verstärkten Angriffen auf die ukrainischen Großstädte. Die ukrainische Luftabwehr leidet unter einem Mangel an modernen Luftabwehrraketen und ist immer weniger in der Lage, die Angriffe abzuwehren.
In Bezug auf die Mobilisierung hat das ukrainische Parlament den zweiten Entwurf des neuen Gesetzes über die Mobilisierung angenommen. Die Ukraine hofft auf mehr persönliche Fähigkeiten in der zweiten Sommerhälfte.
Der ukrainische Präsident Selenskyj hat den Befehlshaber der Streitkräfte, General Walerij Saluschnyj, abgelöst. Sein Nachfolger ist General Olexander Syrskyj. Selenskyj beabsichtigt, die Führung umzugestalten.
Die Entwicklungen im Ukraine-Krieg sind besorgniserregend, und die Herausforderungen bleiben hoch. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Wir werden Sie weiterhin über aktuelle Meldungen zu Russlands Angriff auf die Ukraine in unserem Liveblog informieren.
