AfD in Thüringen: Chaos vor den Kommunal- und Europawahlen eskaliert!
Die AfD in Thüringen befindet sich kurz vor den Kommunal- und Europawahlen in einem internen Machtkampf, der die Partei zunehmend ins Chaos stürzt. Es begann mit dem Verlust des Machtkampfes im Kreisverband Saalfeld-Rudolstadt durch die Anhänger von Rechtsaußen Björn Höcke. Anschließend traten sie gegen die Original-AfD im Kampf um den Einzug in den Kreistag an. Der Landes-Chef persönlich mischte sich sogar mit AfL-Plakaten in das Duell gegen die eigene Partei ein.
Nun folgt die nächste Eskalationsstufe, da Höcke beschlossen hat, alle verbliebenen Mitglieder der Original-AfD aus der Partei zu werfen. Gegen neun angebliche Verschwörer wurde ein Ausschlussverfahren eingeleitet, das 96 Seiten umfasst. Ein Sprecher gab an, dass die Betroffenen Beschlüsse der Parteigremien missachtet oder hintertrieben hätten und dadurch einen schweren Schaden für die Partei verursacht hätten.
Interessanterweise nutzt Höcke ein Schlupfloch in der Satzung, um die Macht seiner Gefolgsleute zu erhalten. Obwohl die gleichzeitige Mitgliedschaft in AfD und einer anderen politischen Vereinigung eigentlich ausgeschlossen ist, kann er als Landesvorstand in Thüringen selbst entscheiden, wer als Querulant gilt und wer nicht.
Außerhalb der Partei droht ebenfalls großer Schaden, da die Wahl angefochten werden könnte und ein Gerichtsverfahren darüber entscheiden könnte, ob die doppelte AfD-Liste zulässig war. Eine mögliche Wahl-Wiederholung wäre die Konsequenz.
Dieser interne Machtkampf in der AfD in Thüringen zeigt, wie tief das Chaos innerhalb der Partei bereits ist und wie weit einige Mitglieder gehen, um ihre Macht zu erhalten. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird und welche Auswirkungen dies auf die anstehenden Wahlen haben wird.
