Grünen-Chefin Ricarda Lang im Wahlkampf: Kampf gegen Rechtsextremismus und Gewalt
Die Wahlkampfveranstaltung der Grünen in Würzburg mit der Parteichefin Ricarda Lang stand unter dem Zeichen des Kampfes gegen Rechtsextremismus und Gewalt. Bereits zu Beginn war die Polizeipräsenz deutlich spürbar, um mögliche Störungen zu verhindern. Trotzdem fanden sich rund 150 bis 200 Zuschauer ein, um Lang und andere prominente Grünen-Politiker zu hören.
Ein Hauptthema des Abends war die Zunahme gewalttätiger Angriffe auf Wahlkampfhelfer und Politiker. Besonders in Bayern haben Politiker wie der „Klimabürgermeister“ Martin Heilig die gestiegene Aggressivität bei Bürgerversammlungen oder Veranstaltungen bemerkt. Die Androhung von Gewalt nehme zu, so Heilig, was Besorgnis erregend sei.
Ricarda Lang betonte, dass die kommende EU-Wahl eine Richtungswahl sei, vor allem im Hinblick auf den Kampf gegen Rechtsextremismus. Besonders die AfD stehe im Fokus, nach Enthüllungen zu Treffen mit rechtsextremen Ideologen. Lang rief dazu auf, sich gegen Rechtsextremismus zu positionieren und betonte, dass Angriffe auf Wahlhelfer Angriffe auf die Demokratie selbst seien.
Ein weiteres zentrales Thema war die Klimapolitik. Lang kritisierte CSU-Politiker wie Markus Söder und Manfred Weber für ihre Haltung zum „Green Deal“ und betonte die Bedeutung von Klimaschutz für die Zukunft. Kritische Stimmen aus dem Publikum zeigten jedoch auch Bedenken bezüglich der Umsetzbarkeit solcher Pläne und der Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Trotz möglicher Gegenwinden und Anfeindungen bekräftigte Lang den Kampf der Grünen für Demokratie und Klimaschutz. Sie versicherte, dass sie sich nicht mundtot machen lassen würden und appelliere an alle, sich gegen rechtsextreme Kräfte zu positionieren. Die Veranstaltung endete mit Applaus für die klaren Worte der Parteichefin und dem Dank an die Sicherheitskräfte für ihre Absicherung der Veranstaltung.
