Rasmus Andresen fordert Anhebung des Mindestlohns auf 14 Euro in Deutschland
Der EU-Abgeordnete Rasmus Andresen hat kürzlich eine Anhebung des Mindestlohns in Deutschland auf 14 Euro gefordert. Diese Forderung stützt sich auf die Richtlinien der EU, die vorschreiben, wie angemessene Mindestlöhne festgelegt und Tarifverhandlungen gefördert werden können.
Andresen argumentiert, dass Schleswig-Holstein ein westdeutscher Lohnkeller ist und dass viele Menschen von einer Erhöhung des Mindestlohns konkret profitieren würden. Derzeit liegt der Mindestlohn in Deutschland bei 12,41 Euro, was für viele nicht ausreicht, um ihre Lebenshaltungskosten zu decken.
Die EU-Mitgliedstaaten haben kürzlich den Weg für die Mindestlohn-Richtlinie der EU freigemacht, die eine Empfehlung von 60 Prozent des Medianlohns vorsieht. In Deutschland würde dies bedeuten, dass der Mindestlohn auf 14 Euro angehoben werden sollte. Laut Andresen würde dies für rund acht Millionen Menschen eine Lohnerhöhung bedeuten und dazu beitragen, die soziale Spaltung zu bekämpfen.
Die Gewerkschaft Verdi und die Grünen im Bundestag unterstützen ebenfalls die Forderung nach einer Erhöhung des Mindestlohns. Verdi-Chef Frank Werneke spricht sich für einen Mindestlohn von 15 Euro pro Stunde aus, da dies den Empfehlungen der EU-Richtlinie entspricht.
Die Grünen-Fraktion sieht ebenfalls die Notwendigkeit eines existenzsichernden Mindestlohns und schlägt vor, die Untergrenze für den Mindestlohn auf 60 Prozent des Medianlohns festzulegen. Dies würde bedeuten, dass der Mindestlohn bis 2025 auf knapp 15 Euro erhöht werden sollte.
Insgesamt gibt es also eine breite Unterstützung für die Forderung nach einer Anhebung des Mindestlohns in Deutschland. Es bleibt abzuwarten, ob diese Forderungen Gehör finden und der Mindestlohn tatsächlich auf ein existenzsicherndes Niveau angehoben wird.
