AfD verliert in Umfragen – Grüne legen zu
Der Skandal um den AfD-Spitzenkandidaten Maximilian Krah hat Auswirkungen auf die Partei. In aktuellen Umfragen verliert die AfD an Zustimmung, während die Grünen um 1,5 Prozentpunkte zulegen.
Der Skandal um Krah, dessen Mitarbeiter wegen Spionageverdachts für China festgenommen wurde, belastet die AfD schwer. Krah selbst blieb dem Wahlkampfauftakt seiner Partei fern und die Vorwürfe sorgen für Unruhe innerhalb der Wählerschaft. Dies könnte zu einem massiven Einbruch bei der Europawahl führen, so die Einschätzung von Insa-Chef Binkert.
Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen, dass die Union um 0,5 Prozentpunkte auf 29 Prozent zulegt, während die SPD um 0,5 Prozentpunkte verliert und nur noch einen Punkt hinter der AfD liegt. Die Grünen hingegen können sich über einen Zuwachs von 1,5 Prozentpunkten auf 13 Prozent freuen.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht erreicht sieben Prozent, FDP und Linke je vier Prozent und die Freien Wähler drei Prozent. Die übrigen Parteien kommen zusammen auf sieben Prozent. Bei der Europawahl gibt es keine 5-Prozent-Hürde, daher könnten auch kleinere Parteien Sitze im Parlament erhalten.
Die Umfrage wurde von Insa im Auftrag von „Bild“ durchgeführt und 1.202 Personen online vom 25. bis 26. April befragt. Die Fehlertoleranz liegt bei 3,1 Prozent.
Insgesamt zeigt sich, dass die AfD infolge des Skandals um Krah an Zustimmung verliert, während die Grünen und die Union von dieser Entwicklung profitieren. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Parteien bis zur Europawahl positionieren und ob es zu einem Solidarisierungseffekt innerhalb der potenziellen AfD-Wählerschaft kommt.
