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AfD lehnt Teilnahme an Kommunalwahl in Tübingen ab: „Müssen ihre Angelegenheiten selbst regeln“

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AfD-Mitglieder verzichten aus Angst vor Übergriffen auf Kommunalwahl in Tübingen

Die AfD hat angekündigt, bei der Kommunalwahl in Tübingen im Juni nicht anzutreten. Als Grund nannte die Partei die Angst vor Übergriffen, insbesondere durch die sogenannte Antifa. Ein Mitglied des AfD-Kreisvorstands Tübingen, Wolfram Schillinger, erklärte: „Wir treten in Tübingen im Gemeinderat nicht an, weil niemand Lust hat, sich den Übergriffen auszusetzen.“

Schon bei der letzten Kommunalwahl in Tübingen im Jahr 2019 hatte die AfD lediglich vier Kandidaten aufgestellt, von denen keiner den Einzug in den Gemeinderat schaffte. Die Partei erhielt nur 0,9 Prozent der Stimmen. Als mögliche Gründe für das Abschneiden wurden damals auch Vandalismus und Beleidigungen gegen AfD-Mitglieder genannt.

Laut Wolfram Schillinger wurden AfD-Mitglieder in Tübingen Opfer von Schmierereien, beleidigenden Flugblättern und standen nur unter Polizeischutz an Infoständen. Die Polizei hingegen sieht die Situation anders und spricht von wenigen nennenswerten Vorfällen in Bezug auf die AfD in Tübingen.

Trotz der Bedenken und angeblichen Übergriffe entschied sich die AfD nun, bei der kommenden Kommunalwahl in Tübingen nicht anzutreten. Andere Parteien wie die derzeitige Parteilose Oberbürgermeister Boris Palmer stellen ähnliche Vorfälle fest, treten jedoch weiterhin zur Wahl an.

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Politik in Tübingen ohne die AfD bei der Kommunalwahl entwickeln wird. Auch die Frage, ob die Angst vor Übergriffen tatsächlich so groß ist, wie von der AfD dargestellt, wird weiterhin diskutiert werden.

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