„Die sächsischen Linken stellen Führungsduo für Landtagswahl auf“
Die sächsischen Linken haben ihr Führungsduo für die Landtagswahl am 1. September nominiert: Susanne Schaper und Stefan Hartmann werden die Partei anführen. Schaper erhielt bei einer Vertreterversammlung in Bautzen 93,7 Prozent der Stimmen für den ersten Listenplatz, während Hartmann auf Platz 2 mit 88,6 Prozent gewählt wurde. Es gab keine Gegenkandidaten. Die Landesliste soll insgesamt 60 Personen umfassen.
Bei der letzten Landtagswahl 2019 erreichten die Linken in Sachsen 10,4 Prozent der Zweitstimmen. Aktuellen Umfragen zufolge müssen sie jedoch um den Wiedereinzug ins Parlament bangen, da sie zuletzt nur noch auf fünf Prozent kamen. Der frühere Partei- und Fraktionschef Klaus Bartl bezeichnete die kommende Wahl als Schicksalswahl, betonte aber gleichzeitig eine positive Entwicklung bei den Mitgliederzahlen, die laut eigener Angaben bei rund 6100 liegen.
Schaper und Hartmann kritisierten auf einem Parteitag die Regierung in Sachsen und warfen ihr Stillstand und Stagnation vor. Sie betonten die Notwendigkeit einer kämpferischen ostdeutschen Arbeiterbewegung und kritisierten sowohl die CDU-Regierung als auch den grünen Koalitionspartner. Das Wahlprogramm der Linken, das auf 87 Seiten vier Schwerpunkte umfasst, wurde von den Delegierten mit nur einer Gegenstimme und drei Enthaltungen verabschiedet.
Die Linken setzen auf ihre soziale DNA und sehen sich als Interessenvertreter der arbeitenden Menschen. Sie sind zuversichtlich, mit diesem Programm stabil in den Sächsischen Landtag einzuziehen. Das Programm wurde weitgehend unverändert verabschiedet, mit Ausnahme einer Änderung in erzgebirgischer Mundart in der Präambel. Die Delegierten stimmten mit lautstarkem Beifall dafür, den Begriff «Hutzenabend» in «Hutznohm» zu ändern.
Insgesamt zeigt sich die sächsische Linke entschlossen und kämpferisch für die bevorstehende Landtagswahl, in der sie um den Wiedereinzug ins Parlament kämpfen. Mit einem klaren Programm und einem starken Führungsduo wollen sie für mehr Gerechtigkeit in Sachsen eintreten.
