Politikerinnen und Politiker erobern TikTok: Wer hat die meisten Follower?
TikTok ist längst nicht mehr nur eine Plattform für Tänze und lustige Videos, sondern auch ein Ort für politischen Diskurs. Immer mehr Politikerinnen und Politiker entdecken die Video-Plattform für sich und nutzen sie, um mit jungen Wählerinnen und Wählern in Kontakt zu treten. Auch in Österreich sind viele Politikerinnen und Politiker auf TikTok aktiv, um ihre Botschaften und Ideen zu verbreiten.
Laut #Doublecheck vom ORF sind 63 der 183 österreichischen Nationalratsabgeordneten auf TikTok vertreten, wobei viele von ihnen regelmäßig Videos posten. Besonders die Freiheitlichen haben hier die Nase vorn, mit Klubobmann Herbert Kickl als erfolgreichstem Politiker auf der Plattform. Aber auch andere Parteien wie die NEOS, die SPÖ und die ÖVP sind aktiv und versuchen, ihre Reichweite zu erhöhen.
Es ist interessant zu beobachten, wie verschiedene Politikerinnen und Politiker auf TikTok agieren. Einige teilen vor allem Ausschnitte aus Reden und Interviews, andere setzen auf persönliche Einblicke in ihr Leben oder aktuelle politische Themen. Auch der lockere Umgang mit der Plattform wird immer beliebter, wie etwa bei Grünen-Klubobfrau Sigrid Maurer, die mit humorvollen Videos und persönlichen Einblicken punktet.
Experten betonen die Bedeutung von TikTok als Informationsquelle für junge Menschen. Laut einer deutschen Jugendstudie informieren sich über 60 Prozent der Jugendlichen über politische Inhalte auf sozialen Medien. Politikerinnen und Politiker, die auf TikTok präsent sind, haben also die Chance, eine wichtige Zielgruppe zu erreichen und den politischen Diskurs zu fördern.
Insgesamt zeigt sich, dass TikTok für die politische Kommunikation immer wichtiger wird. Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Nutzung der Plattform in Zukunft weiterentwickeln wird und welche Rolle sie im Wahlkampf und in der Meinungsbildung spielen wird. Die Politikerinnen und Politiker, die frühzeitig auf TikTok aktiv sind und authentische Inhalte teilen, haben dabei sicherlich die besten Chancen, junge Menschen zu erreichen und für politische Themen zu sensibilisieren.
