Erfolglose AfD: Keine Kandidatenliste für Kommunalwahl in Tübingen
In der Universitätsstadt Tübingen steht die AfD bei der Kommunalwahl im Juni ohne Kandidatenliste da. Dies ist ein deutlicher Erfolg für den Oberbürgermeister Boris Palmer, der es geschafft hat, der rechtsextremen Partei den „Resonanzraum“ zu entziehen, indem er gezielt kontroverse Themen wie Migration und Sicherheit besetzt. Palmer, der für die FWV kandidiert, sieht dies als Erfolg seiner Strategie, den Akademiker-Anteil der Stadt zu mobilisieren und damit der AfD das Wasser abzugraben.
Die AfD hat in Tübingen bisher keine hohen Umfragewerte erzielt, was auch auf die grüne Hochburg und das akademisch geprägte Universitätsmilieu zurückzuführen ist. Palmer ist bekannt für seine kontroversen Aussagen zur Flüchtlingspolitik und wurde bereits Rassismus vorgeworfen. Dennoch genießt er bundesweit Anerkennung für sein Krisenmanagement während der Corona-Pandemie und seine Umweltpolitik.
Es bleibt abzuwarten, ob Palmers Strategie tatsächlich dazu beigetragen hat, die AfD in Tübingen zu schwächen. Die Kommunalwahl im Juni wird zeigen, ob seine Taktik aufgeht und ob die AfD tatsächlich keine Rolle in der Universitätsstadt spielen wird. Hintergründe und weitere Informationen finden sich auf Tagesspiegel.de.
