Südkoreanische Parteien locken Wähler mit Zugang zu Spot Bitcoin ETFs und digitalen Vermögenswerten
In Südkorea nutzen politische Parteien zunehmend Anreize in der Kryptowährungsbranche, um potenzielle Wähler anzusprechen, da die Parlamentswahlen näher rücken. Insbesondere die oppositionelle Demokratische Partei hat versprochen, bestimmte Einschränkungen für Kryptoprodukte aufzuheben, darunter digitale Vermögenswerte und Exchange Traded Funds (ETFs) in den Vereinigten Staaten.
Die südkoreanischen Aufsichtsbehörden haben sich zu den inländischen Gesetzen für ETFs geäußert, die möglicherweise im Konflikt stehen könnten, nachdem sie im Januar in den USA zugelassen wurden. Die Demokratische Partei hat klargestellt, dass sie sowohl inländische als auch ausländische ETFs zulassen wird. Auch die People Power Party versucht, digitale Assets als Wahlversprechen einzusetzen, indem sie Steuererleichterungen für Gewinne aus digitalen Vermögenswerten vorzieht.
Der Kryptohandel in Südkorea hat in den letzten Jahren stark zugenommen, wobei etwa sechs Millionen Südkoreaner im ersten Halbjahr 2023 an lizenzierten Börsen gehandelt haben. Dies entspricht etwa 10% der Gesamtbevölkerung des Landes. Außerdem haben sich Südkoreaner aktiv am Krypto-Markt beteiligt, insbesondere an kleineren Kryptowährungen. Einige Politiker haben selbst Kryptowährungen in ihren Portfolios.
Trotz der Versprechungen der Politiker vor den Wahlen steht eine Regulierung digitaler Vermögenswerte bevor. Die Regulierungsbehörden haben bereits neue Richtlinien für die Notierung von Tokens an Börsen veröffentlicht, und es wird erwartet, dass weitere Maßnahmen folgen werden. Börsen wurden angewiesen, keine Kryptowährungen zu listen, die in Hacks verwickelt waren, und nur solche digitalen Assets aufzuführen, die über entsprechende Handbücher oder Whitepapers verfügen.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die politischen Versprechungen und regulatorischen Maßnahmen auf die Kryptowährungsbranche in Südkorea auswirken werden. Mit einer großen Anzahl von Bürgern, die am Kryptohandel beteiligt sind, und dem zunehmenden Interesse an digitalen Vermögenswerten wird die Branche voraussichtlich weiterhin im Zentrum der politischen Diskussion stehen.
