AfD in der Krise: Thomas Seitz verlässt die Partei und erhebt schwere Vorwürfe
Thomas Seitz verlässt die Alternative für Deutschland – ein politischer Knall
Der ehemalige rechtspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Thomas Seitz, sorgt für Aufsehen mit seinem plötzlichen Austritt aus der Partei. In einem zwanzigminütigen Video begründet er seinen Schritt damit, dass die Alternative für Deutschland keine Alternative mehr zum etablierten Politikbetrieb darstelle. Seitz wirft der AfD Günstlingswirtschaft vor, anstatt glaubwürdig zu agieren, und kritisiert den Personenkult, der die Basisdemokratie verdrängt habe.
Besonders heftig geht Seitz mit dem Vorsitzenden der AfD, vor allem mit Alice Weidel, ins Gericht. Er erinnert an den Spendenskandal um Weidel, bei dem die Bundestagsfraktion der AfD eine verbotswidrig angenommene Spende zahlen musste. Zudem kritisiert er den „Putsch“ der Weidel-Frohnmaier-Clique auf einem Parteitag der baden-württembergischen AfD, der zu chaotischen Zuständen führte.
Seitz fordert mehr direkte Demokratie nach Schweizer Vorbild und moniert die mangelnde Sauberkeit im eigenen Laden der AfD. Er kritisiert die Partei für den laxen Umgang mit Rechtsverstößen und die Entwicklung zur Partei der Berufspolitiker ohne Abschluss. Seine Kritik endet mit einem bitteren Fazit: Er empfinde „den puren Ekel“ vor seiner eigenen Partei.
Die Reaktionen auf seinen Austritt sind gespalten. Während Weidel Seitz als Parlamentarier lobt, der den Kontakt zur Basis und zur Realität verloren habe, sehen andere Mitglieder der AfD die politischen Gegner eher in den Regierungsparteien als in den eigenen Reihen.
Der Fall Seitz zeigt die tiefe Spaltung und Unruhe innerhalb der AfD, die durch interne Konflikte und Auseinandersetzungen immer weiter vorangetrieben wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Partei in Zukunft entwickeln wird und ob sie in der Lage ist, die Probleme intern zu lösen und sich als politische Alternative zu etablieren.
