Kleinstpartei aus Thüringen gibt auf: Verschmelzung mit der Werteunion geplant
Die Kleinstpartei Bürger für Thüringen hat kürzlich ihr Ende verkündet und wird sich nun in einer „Art Verschmelzung“ mit der Werteunion auflösen. Diese Entscheidung wurde mehrheitlich auf einem Parteitag in Saalfeld getroffen. Bekanntestes Gesicht der Partei, Ute Bergner, wird bei der Landtagswahl im September nicht mehr antreten.
Der Verein Bürger für Thüringen soll jedoch weiter bestehen bleiben und Bergner wird sich weiterhin darin engagieren. Die Partei hatte in der Vergangenheit rund 50 Mitglieder, während der Verein laut einem Sprecher 70 bis 80 Mitglieder zählte. Bergner war zunächst für die FDP im Landtag, wechselte dann aber zu den Bürger für Thüringen, nachdem sie die Liberalen verlassen hatte.
Als Grund für die Auflösung der Partei wurden unter anderem mangelnde Aufmerksamkeit zwischen dem Bündnis Sahra Wagenknecht und der Werteunion genannt. Die Bürger für Thüringen hätten inhaltlich die größte Nähe zur Werteunion und bereits erste Kontakte mit dieser gehabt. Ursprünglich hatte die Partei vor, zur Landtagswahl anzutreten.
In den vergangenen Jahren hatte die Bürger für Thüringen eine politische Odyssee durchgemacht, von einem Verein zu einer Partei und zeitweise Bildung einer parlamentarischen Gruppe im Landtag mit aus der AfD ausgetretenen Abgeordneten. Nun wird über die finanzielle Abwicklung der Auflösung der parlamentarischen Gruppe gestritten.
Es bleibt abzuwarten, wie sich die Mitglieder der Bürger für Thüringen in Zukunft politisch positionieren werden und ob die „Verschmelzung“ mit der Werteunion zu einem politischen Neuanfang führen wird.
