Rückzug der Grünen Abgeordneten Ewa Ernst-Dziedzic: Neue Wege nach 16 Jahren in der Politik
Der Rückzug aus der Politik: Ewa Ernst-Dziedzic tritt nicht mehr zur nächsten Nationalratswahl an
Die Grüne Abgeordnete und Sprecherin für Außenpolitik, Menschenrechte, Migration und LGBTIQ-Rechte, Ewa Ernst-Dziedzic, hat angekündigt, dass sie bei der kommenden Nationalratswahl nicht mehr auf dem Wahlzettel stehen wird. Nach 16 Jahren in der Funktion möchte sie sich abseits der Parteipolitik weiterentwickeln und neuen Dingen widmen. Schon am kommenden Freitag wird sie die LGBTIQ-Agenden des grünen Klubs übergeben.
Ernst-Dziedzic betonte, dass sie permanent reagieren musste im schnelllebigen Politikalltag und nun mehr Zeit für Reflexion und neue Projekte haben möchte. Trotz ihres Rückzugs wird sie bis zum Ende der Legislaturperiode als Mandatarin im Amt bleiben. In den kommenden Monaten will sie sich weiterhin politisch engagieren und unter anderem Initiativen wie ein internationales Abkommen zur Regulierung von Waffensystemen vorantreiben.
Die Politikerin war in ihrer Karriere besonders engagiert in der Außenpolitik, wo sie mehr Handlungsspielraum sah als in der Innenpolitik. Sie setzte sich für Menschenrechte ein und reiste in Krisengebiete, um Verletzungen aufzuzeigen. Auch in Zukunft möchte sie sich weiter für Demokratie und Menschenrechte engagieren.
Ernst-Dziedzic räumte ein, dass es in einigen Bereichen, wie der Diskriminierungsschutz im Privatbereich und einem Verbot von Konversionstherapien, noch viel zu tun gibt. Trotzdem zeigt sie sich zufrieden mit den erreichten Fortschritten, besonders im Bereich LGBTIQ-Rechte.
Die Entscheidung, nicht mehr zur Wahl anzutreten, markiert einen Wendepunkt in Ernst-Dziedzics politischer Karriere, die vor 16 Jahren begann und sie bis in den Nationalrat führte. Intern war sie nicht immer auf Parteilinie, aber sie betonte die Wichtigkeit einer starken Debattenkultur innerhalb der Partei.
Für ihre persönliche Zukunft hat Ernst-Dziedzic keine Sorgen, da sie sich immer weiterentwickeln und engagieren konnte. Sie plant, sich mehr ihren Sprachkenntnissen zu widmen und bleibt weiterhin politisch aktiv, wenn auch abseits der Parteipolitik.
