Probleme bei Einführung des Cannabis-Gesetzes: Landtags-Grüne von Spam-Mails belastet
Die mögliche Verzögerung bei der Einführung des Cannabis-Gesetzes sorgt derzeit für Aufregung im baden-württembergischen Landtag. Verfechter der Landtags-Grünen haben die Abgeordneten des Landtags mit zahlreichen Mails regelrecht belagert, was dazu führte, dass die IT-Abteilung des Landtags eingreifen musste, um dem Spam ein Ende zu setzen.
Hintergrund der Protestmails ist die Kritik des Hanfverbands, dass Politiker, darunter der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha, die Umsetzung des Gesetzes verzögern. Der Hanfverband möchte verhindern, dass das Gesetz zur teilweisen Legalisierung von Cannabis erst später als geplant zum 1. April in Kraft tritt. Auch in anderen Bundesländern richtet sich die Kritik des Verbands gegen Politiker verschiedener Parteien.
Das im Februar vom Bundestag beschlossene Gesetz sieht vor, dass der Besitz und Anbau von Cannabis unter strengen Vorgaben für Volljährige zum Eigenkonsum legal werden. Obwohl das Gesetz im Bundesrat nicht zustimmungsbedürftig ist, könnten mögliche Verzögerungen durch die Einberufung des Vermittlungsausschusses erfolgen. Drei betroffene Ausschüsse empfehlen eine Verlegung des Inkrafttretens auf den 1. Oktober, über den der Bundesrat am 22. März abstimmen wird.
Die Grünen-Fraktion und die Landesregierung haben unterschiedliche Ansichten zur Verzögerung des Gesetzes. Während Minister Lucha sich für eine Verschiebung aussprach, setzt sich die Fraktion für ein Inkrafttreten zum 1. April ein. Die Fraktion kritisiert die Mails des Hanfverbands an die Abgeordneten und betont die Notwendigkeit einer vernunftgeleiteten Drogenpolitik, die auf Gesundheitsschutz und Prävention setzt.
Es bleibt abzuwarten, wie die Abstimmung im Bundesrat am 22. März ausgehen wird und ob das Gesetz wie geplant zum 1. April in Kraft treten wird. Die Diskussion um die Legalisierung von Cannabis wird in jedem Fall weiterhin kontrovers geführt.
