Wahlkampf in Südafrika: Zulus als wichtige Wählergruppe vor Parlamentswahlen umworben
Die bevorstehenden Parlamentswahlen in Südafrika haben das Land in ein politisches Fieber versetzt. Mit den Wahlen am 29. Mai steht viel auf dem Spiel, da die Partei, die die Parlamentsabstimmung gewinnt, ihren Vorsitzenden zum Präsidenten des Landes aufsteigen sehen wird.
Besonders im Fokus des Wahlkampfes steht die Region KwaZulu-Natal im Osten des Landes, in der die Zulus, die rund 20 % der südafrikanischen Bevölkerung ausmachen, eine bedeutende Rolle spielen. Die Inkhata Freedom Party (IFP), gegründet von Mangosuthu Buthelezi, hat hier ihre Kampagne gestartet und konnte eine große Menschenmenge mobilisieren.
Obwohl die IFP bei den letzten Wahlen landesweit nur 3 % der Stimmen erhalten hat, bleibt sie vor Ort die größte Oppositionspartei und genießt weiterhin die Unterstützung der Zulus. Ihr neuer Führer, Velenkosini Hlabisa, strebt danach, die Region vom ANC zurückzuerobern und möglicherweise in einer nationalen Koalition unter der Führung der Democratic Alliance (DA) eine Rolle zu spielen.
Die politische Landschaft in KwaZulu-Natal ist umkämpft, da die Region nach Gauteng die zweitgrößte Wählerbasis des Landes darstellt. Politische Persönlichkeiten wie Cyril Ramaphosa und Julius Malema haben bereits ihre Stärke vor Ort gezeigt, während Ex-Präsident Jacob Zuma darauf setzt, mit seiner neuen politischen Formation uMkhonto WeSizwe (MK) Wählerstimmen zu gewinnen und den ANC zu schwächen.
Die Demokratische Allianz fordert amerikanische Wahlbeobachter, um die Integrität der Wahlen zu gewährleisten, eine Forderung, die von Präsident Ramaphosa als „heuchlerisch“ bezeichnet wurde, da das Land bereits regionale Beobachter willkommen heißt.
Die kommenden Parlamentswahlen versprechen also ein spannendes Rennen zu werden, bei dem die Zulus eine entscheidende Rolle spielen und die politische Landschaft Südafrikas möglicherweise verändern könnten.
